Vitamin K - oft unterschätzt

Vitamin K spielt eine zentrale Rolle in vielen Aspekten der menschlichen Gesundheit, insbesondere bei der Blutgerinnung, der Knochen- und Herz-Kreislauf-Gesundheit.

Vitamin K ist entscheidend für die Produktion von Gerinnungsfaktoren in der Leber, was essenziell für die Blutgerinnung ist. Überdies ist Vitamin K auch für die Gesundheit der Knochen von Bedeutung. Es hilft, Calcium in den Knochen zu binden und somit deren Dichte und Stärke zu erhöhen. Klinische Studien zeigen, dass eine ausreichende Aufnahme von Vitamin K2 die Knochendichte verbessern und das Risiko von Knochenfrakturen verringern kann​. Vitamin K unterstützt die Elastizität der Blutgefäße und ist ein Gegenspieler von Gefäßverengungen, wie andere Untersuchungen gezeigt haben. Eine höhere Aufnahme von Vitamin K2 ist mit einer niedrigeren Rate von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einem niedrigeren Blutdruck und einem reduzierten Risiko für koronare Herzkrankheiten verbunden​.

Jüngste Studien weisen darauf hin, dass Vitamin K2 den Glukosestoffwechsel positiv beeinflusst und so das Risiko einer Typ-2-Diabetes reduziert. Vitamin K2 verbessert die Insulinsensitivität. Andere Studien zeigen, dass Vitamin K eine modulierende Wirkung auf ein gesundes Darmmikrobiom hat, was durch dabei entstehende Stoffe wiederum Auswirkungen auf unsere Langlebigkeit haben könnte. Außerdem wirkt Vitamin K als Antioxidans und kann dadurch zelluläre Schäden reduziert, die durch oxidative Prozesse entstehen.

Die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin K variiert je nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand. Die Empfehlung lautet für erwachsene Männer: etwa 120 Mikrogramm pro Tag, für erwachsene Frauen: etwa 90 Mikrogramm pro Tag. Schon diese Minimalempfehlung wird jedoch von einem Drittel der Bevölkerung nicht erreicht, aufgrund einer Vitamin K armen Ernährungsweise. Ernährungsmediziner und Experten, die sich intensiver mit dem Einfluss von Mikronährstoffen für unsere Gesundheit auseinandergesetzt haben, empfehlen, jedoch 300-400µg / Tag und davon mind. 50µg als Vitamin K2.

Natürliche Quellen für beide Formen von Vitamin K:

Vitamin K kommt in zwei Hauptformen vor:
Vitamin K1 (Phyllochinon) und
Vitamin K2 (Menachinon).
Vitamin K1 findet sich hauptsächlich in grünen Blattgemüsen, während Vitamin K2 in fermentierten Lebensmitteln und einigen tierischen Produkten vorkommt.

Vitamin K1: Grünes Blattgemüse und Salate: Grünkohl, Mangold, Spinat, Brokkoli, Rosenkohl und Salat (etwa Feldsalat, Endivien und Kresse). Auch (Wild-) Kräuter wie Löwenzahn, Petersilie, Basilikum und Dill. Und auch pflanzliche Öle wie Sojaöl und Rapsöl sind reich an Vitamin K1.

Vitamin K2: Natto (ein japanisches fermentiertes Sojabohnengericht) ist eine besonders reiche Quelle für Vitamin K2. Auch Sauerkraut und Nüsse enthalten etwas K2.
Tierische Quellen für K2 sind Käse, Eigelb oder Hähnchenbrust. Fleisch und Fleischwaren enthalten ansonsten nur wenig Vitamin. Der Gehalt an K2 kann auch je nach Tierernährung variieren.
Anmerkung Bernd: Also sind pflanzliche Quellen (wie fast immer) die bessere Wahl.  ;-)

Quelle:
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