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- Geschrieben von: Bernd Haber
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Das ist die Frage, die sich Dr. med. Michael Greger fast täglich stellt und ich mir auch. Er hat eine sehr gute erkläung dafür erarbeitet die ich hier gerne wiedergegeben möchte.
Denn welche Qualität hat mein Leben noch, wenn die Gesundheit fehlt?
Die Ernährung ist letztlich der entscheidende Faktor für unsere Gesundheit.
Die Frage, warum sich viele Menschen trotz besserem Wissen oder Zugang zu Informationen nicht gesünder ernähren, ist hochkomplex und betrifft mehrere Ebenen:
Biologie, Psychologie, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur – und auch Politik.
Nachfolgend eine Übersicht der Hauptgründe:
Biologische und evolutionsbedingte Faktoren
- Präferenz für energiedichte Nahrung
Unser Gehirn ist evolutionär darauf programmiert, kalorienreiche, süsse, fettige und salzige Lebensmittel zu bevorzugen – weil sie in früheren Zeiten überlebenswichtig waren.
- Suchtartige Wirkung von bestimmten Lebensmitteln
Zucker, Fett und Salz aktivieren das Belohnungszentrum im Gehirn. Viele stark verarbeitete Produkte sind darauf abgestimmt, maximale Geschmackssucht zu erzeugen (vgl. „hyperpalatable foods“).
- Trägheit des Stoffwechsels
Der Körper bevorzugt stabile Routinen. Umstellungen werden hormonell und neurologisch als „Stress“ empfunden – selbst wenn sie rational sinnvoll sind.
Psychologische und verhaltensökonomische Gründe
- Kurzfristiges Denken (Present Bias)
Gesunde Ernährung bringt langfristige Vorteile, ungesunde dagegen sofortiges Wohlgefühl. Menschen neigen dazu, das Jetzt höher zu gewichten als das Später.
- Gewohnheiten und emotionale Verankerung
Essen ist mehr als Nährstoffaufnahme – es ist Ritual, Trost, Belohnung, Kindheitserinnerung. Diese emotionalen Anker sind extrem schwer zu durchbrechen.
- Überforderung durch Informationsflut
Viele widersprüchliche Ernährungstipps führen zu Verunsicherung und Entscheidungslähmung: „Wenn sowieso alles falsch sein kann, esse ich, was ich kenne.“
Gesellschaftlich-kulturelle Einflüsse
- Soziale Normen und Gruppendruck
Wer „anders“ isst (z. B. vegan oder bewusst gesund), erlebt oft soziale Reibung: im Freundeskreis, auf Feiern, im Beruf. Viele passen sich an – aus Bequemlichkeit oder Angst vor Ablehnung.
- Tradition und Identität
Ernährung ist stark kulturell geprägt. Fleischgerichte, Milchprodukte oder Süssspeisen haben emotional aufgeladene Identitätsfunktion („Sonntagsbraten“, „Omas Küche“).
- Unterschätzter Einfluss von Werbung und Medien
Milliardenbudgets der Lebensmittelindustrie beeinflussen Wahrnehmung und Verlangen. Gesunde Lebensmittel haben selten vergleichbare Werbemacht.
Ökonomische und politische Rahmenbedingungen
- Preisgestaltung
Ungesunde, industriell verarbeitete Lebensmittel erscheinen oft billiger als frische, vollwertige Alternativen. Für einkommensschwache Menschen ist das ein zentrales Hindernis.
- Subventionen für Tierprodukte und Agrarindustrie
In vielen Ländern werden Fleisch, Milch und Zucker staatlich subventioniert, während Obst, Gemüse oder Hülsenfrüchte unterrepräsentiert sind.
- Fehlende Ernährungsbildung
In Schulen wird gesunde Ernährung kaum strukturiert und wahrheitsgemäss vermittelt. Viele Erwachsene wissen schlicht nicht, was gesunde Ernährung wirklich bedeutet – oder wie man sie alltagstauglich umsetzt.
Kognitive Dissonanz und Verdrängung
- Unangenehme Wahrheit
Zu wissen, dass die eigene Ernährung schädlich ist (für die Gesundheit, Tiere oder Umwelt), erzeugt kognitive Dissonanz – einen inneren Konflikt, den man lieber verdrängt, statt zu lösen.
- Selbstrechtfertigung
Typische Mechanismen wie „Alles in Massen ist ok“, „Man lebt nur einmal“ oder „Mein Opa hat auch Fleisch gegessen und ist 90 geworden“ helfen, unangenehme Wahrheiten emotional zu entschärfen.
Fazit: Unwissen ist selten das Hauptproblem – sondern System, Gewohnheit und Psychologie
Die meisten Menschen wissen im Kern, was gesünder wäre – aber:
- Die Umgebung (Verfügbarkeit, Preis, soziale Norm) lädt zu Ungesundem ein.
- Der eigene Kopf (Emotion, Belohnung, Trägheit) verhindert Veränderung.
- Die Systeme (Bildung, Politik, Wirtschaft) unterstützen den Status quo.
Lösungen erfordern daher:
- Aufklärung und wahrheitsgemässe Bildung
- Veränderung der Rahmenbedingungen (z. B. gesunde Ernährung fördern/subventionieren)
- Stärkung der Selbstwirksamkeit – durch Werkzeuge, Rezepte, Motivation, Vorbilder
Quellen:
https://www.dr-med-henrich.foundation/de/mehr/newsletter/aktueller-newsletter/warum-ernaehren-sich-die-menschen-nicht-gesuender/https://www.youtube.com/watch?v=QynQj7Y8stQ&ab_channel=NutritionFacts.org
Anmerkung Bernd Haber:
Da wir von Außen keine Lösung erwarten können, denn die Systeme werden sich nicht von selbst erneuern.
Solange Nahrungsmittelhersteller ein gutes Geschäft machen, werden sie nichts ändern.
Wir müssen also, für unser eigenes Wohl, selbst aktiv werden.
Ernährung ist eine Frage des Bewusstseins.
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- Geschrieben von: KAIROS
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NAD+ (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid) ist ein wichtiges körpereigenes Molekül, das in jeder Zelle vorkommt und zentrale Funktionen im Energiestoffwechsel erfüllt. Die Vermarktung mit Aussagen wie "neue Lebensenergie" und "strahlende Schönheit" sind allerdings eine typische Vermarktungssprache, die weit über die wissenschaftlichen Belege hinausgehen. Allerdings muss man dem Coenzym bestätigen, dass es für den Energiestoffwechsel von hoher Bedeutung ist.
Es ist also eine genauere Betrachtung wert.

Was NAD+ aus wissenschaftlicher Sicht
NAD+ ist ein Coenzym, das essentiell für den Energiestoffwechsel in den Mitochondrien ist. Es fungiert als Elektronenüberträger bei der ATP-Produktion und ist wichtig für DNA-Reparaturprozesse sowie die Aktivierung von Sirtuinen, Proteinen die mit Langlebigkeit in Verbindung gebracht werden.
Mit dem Alter sinkt der NAD+-Spiegel tatsächlich dramatisch: Mit 50 Jahren haben wir nur noch etwa die Hälfte, mit 80 Jahren nur noch 1-10% der ursprünglichen Werte. Dieser Rückgang wird mit altersbedingten Erkrankungen, verminderter Energieproduktion und schlechteren DNA-Reparaturmechanismen in Verbindung gebracht.
Wissenschaftliche Evidenz und Grenzen
Studien zeigen, dass NAD+-Vorläufer wie Nicotinamid-Ribosid (NR) oder NMN (Nicotinamid-Mononukleotid) den NAD+-Spiegel erhöhen können. Erste Forschungen deuten auf potenzielle Vorteile bei:
- Verbesserung der mitochondrialen Funktion
- Unterstützung der DNA-Reparatur
- Mögliche positive Effekte bei kardiovaskulären Erkrankungen
Aber: Die meisten Studien wurden bisher an Tieren durchgeführt.
Klinische Studien am Menschen sind noch begrenzt und zeigen gemischte Ergebnisse.
Kritische Einordnung
Das Deutsche Krebsforschungszentrum warnt vor übertriebenen Versprechen bei NAD+-Supplementen, insbesondere bei schwerwiegenden Erkrankungen. Die euphorischen Behauptungen über "effektivsten Weg zu neuer Lebensenergie" und "strahlende Schönheit" sind typisches Anti-Aging-Marketing ohne ausreichende wissenschaftliche Grundlage.
NAD+ ist ein wichtiges Molekül mit berechtigtem wissenschaftlichem Interesse, aber die vermarkteten "Wunder-Effekte" sind weit übertrieben. Die Forschung steckt noch in den Kinderschuhen, und viele der beworbenen Vorteile sind nicht belegt. Skepsis bei solchen vollmundigen Versprechen ist durchaus angebracht.
Wie lässt sich der NAD+ Gehalt natürlich erhöhen?
Der NAD+-Spiegel im Körper lässt sich durch gezielte Lebensstilmaßnahmen und bestimmte Nährstoffe auf natürliche Weise unterstützen. Wissenschaftlich belegt sind vor allem folgende Wege:
Bewegung und Sport
Regelmäßige körperliche Aktivität – besonders Ausdauer- und Krafttraining – erhöht die Aktivität der Mitochondrien und regt die Enzyme an, die für die NAD+-Produktion benötigt werden.
Intervallfasten und Kalorienrestriktion
Methoden wie Intervallfasten (z. B. 16:8) oder eine leicht reduzierte Kalorienaufnahme aktivieren NAD+-produzierende Enzyme im Körper. Diese Stoffwechselanpassung konnte sowohl im Tierversuch als auch in ersten Humanstudien nachgewiesen werden.
Schlaf und Stressmanagement
Guter, regelmäßiger Schlaf unterstützt die circadianen Rhythmen der Zellen, die eng mit NAD+ und der Zellregeneration verbunden sind.
Auch Stressreduktion erhält die NAD+-Speicher länger aufrecht.
Ernährung
Vitamin B3 (Niacin), Tryptophan und pflanzliche Quellen
NAD+ kann aus verschiedenen Vorstufen im Körper gebildet werden. Geeignete Lebensmittel sind:
- Vitamin-B3-reiche Produkte: Erdnüsse, Pilze, grünes Blattgemüse (auch in Geflügel, Fisch, Eier)
- Milchprodukte als Quelle für Nicotinamid-Ribosid (NR) (Vorsicht bei Milchprodukten)
- Vollkornprodukte
- Tryptophanreiche Lebensmittel wie Soja, Hafer, Nüsse
Kälte- und Hitzereize (Hormesis)
Kleine Dosen Stress durch Kälte (Wechselduschen, Eisbäder) oder Wärmereize (Sauna) fördern körpereigene Anpassungsmechanismen und damit auch den NAD+-Stoffwechsel.
Das klingt alles nach der chinesischen Lebenspflege Yang Sheng und ist schon seit mehr als 2000 Jahren bekannt.
Wer sich ausgewogen ernährt (Vitamin B3!), regelmäßig bewegt, Intervallfasten betreibt, gut schläft und mit Stress umzugehen weiß, hält seinen NAD+-Spiegel natürlich auf einem hohen Niveau.
Ergänzende Präparate (NMN, NR) können zusätzlich helfen – ihre langfristige Wirkung beim Menschen ist jedoch noch Gegenstand der Forschung.
Welche Entspannungstechniken helfen, NAD+-Abbau zu verlangsamen
Effektives Stressmanagement ist ein wichtiger Faktor, um den NAD+-Abbau im Körper zu verlangsamen, da Stress und die damit verbundenen hormonellen Prozesse direkt zu einem erhöhten Verbrauch und Abbau von NAD+ führen können.
Besonders wirksam sind folgende Entspannungstechniken:
1. Achtsamkeit und Meditation
Regelmäßige Achtsamkeitsübungen (Mindfulness, Meditation) senken nachweislich Stresshormone wie Cortisol, stabilisieren die circadianen Rhythmen und reduzieren so oxidativen Stress, der NAD+ abbaut. Studien konnten zeigen, dass Achtsamkeit und Meditation funktionelle und strukturelle Anpassungen im Gehirn bewirken, die Stressresistenz und Regeneration fördern.
2. Atemübungen und progressive Muskelentspannung
Gezielte Atemtechniken (z. B. Tiefenatmung, 4-7-8-Atmung) und Muskelentspannung nach Jacobson helfen, das autonome Nervensystem zu beruhigen und die zelluläre Energie besser auszubalancieren, was indirekt dem NAD+-Haushalt zugutekommt.
3. Tai Chi und Qi Gong, Yoga
Diese Techniken kombinieren Bewegung, Atmung und Meditation und sind sowohl in westlichen als auch in asiatischen Studien bei Stressabbau, antioxidativer Kapazität und zellulärer Regeneration nachweislich wirksam. TAICHI DOJO
4. Schlafoptimierung
Erholsamer Schlaf ist für den NAD+-Stoffwechsel entscheidend, da die Regeneration und die Aktivität der Reparaturenzyme im Schlaf am höchsten sind.
Alle oben genannten Verfahren helfen, Stress-Spitzen zu vermeiden, den oxidativen Verbrauch von NAD+ zu verringern und so eine gesunde NAD+-Regulation zu unterstützen. Oxidativer Stress kann auch durch Ernährung reduziert werden. Die Stärkung des parasympathischen Nervensystems durch diese Techniken ist eine empfehlenswerte, natürliche Methode für mehr Zellenergie und allgemeines Wohlbefinden und ist damit auch nur angewandetes, uraltes Wissen. ;-)
Zugegeben Yang Sheng wusste noch nichts von NAD+, von Spermidin oder Fisetin, aber schon sehr viel darüber mit welchem Lebensstil ein langes glückliches Leben möglich ist. Interessant dabei ist, dass genau diese uralten Erkenntnisse mit den neusten wissenschaftlichen Entdeckung übereinstimmen.
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- Geschrieben von: KAIROS
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Sekundäre Pflanzenstoffe werden nach ihrer chemischen Struktur in mehrere Hauptgruppen eingeteilt. Polyphenole sind eine dieser Hauptgruppen, darunter wiederum finden sich etliche Untergruppen wie Flavonoide und darin beispielsweise die Anthocyane.
Haupteinteilung der sekundären Pflanzenstoffe
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Polyphenole
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Terpene/Isoprenoide (z. B. Carotinoide)
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Alkaloide
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Schwefelhaltige Verbindungen (z. B. Glucosinolate, Sulfide)
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Phytosterine
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Saponine
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Phytoöstrogene (z. B. Isoflavone, Lignane)
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Protease-Inhibitoren
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Lektine
Polyphenole: Untergliederung
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Phenolische Säuren
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Flavonoide (größte Untergruppe)
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Flavone
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Flavonole
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Flavanone
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Isoflavone
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Anthocyane (Farbstoffe in roten und blauen Früchten)
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Flavanole (Catechine)
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Proanthocyanidine
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Stilbene (z. B. Resveratrol)
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Lignane
Anthocyane sind also eine Untergruppe der Flavonoide, Flavonoide wiederum eine Untergruppe der Polyphenole, und Polyphenole eine der Hauptgruppen der sekundären Pflanzenstoffe.
Übersicht als Tabelle
| Hauptgruppe | Untergruppe | Beispiele | ||
|---|---|---|---|---|
| Polyphenole | Flavonoide | Anthocyane, Flavanole | ||
| Phenolische Säuren | Chlorogensäure | |||
| Stilbene | Resveratrol | |||
| Lignane | Lignin | |||
| Terpene/Isoprenoide | Carotinoide | Beta-Carotin, Lutein | ||
| Schwefelverbindungen | Glucosinolate | Senföl | ||
| Sulfide | Allicin (Knoblauch) | |||
| Phytoöstrogene | Isoflavone, Lignane | Genistein, Daidzein | ||
| Alkaloide | Alkaloide | Koffein, Nikotin | ||
| Saponine | Saponine | Ginsenoside | ||
| Phytosterine | Phytosterine | Beta-Sitosterin |
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- Geschrieben von: Bernd Haber
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Die wichtigsten Wirkungen von MSM
MSM (Methylsulfonylmethan) ist eine organische Schwefelverbindung, die vielfältige Wirkungen auf den menschlichen Körper haben kann, darunter entzündungshemmende, antioxidative und schmerzlindernde Effekte. Organischer Schwefel ist wichitg für unsere Gesundheit aber Achtung man darf ihn nicht verwechseln mit dem NICHT-Organischen Schwefel. Der ist in hohem Maße gesundheitsschädlich.
- MSM wird häufig zur Linderung von Gelenkschmerzen, Entzündungen und zur Unterstützung bei Arthrose eingesetzt.
- Es trägt zur Verbesserung und zum Schutz von Bindegewebe, Haut, Haaren und Nägeln bei, indem es als Schwefellieferant dient.
- MSM kann die Muskelregeneration nach sportlicher Belastung fördern und schützt vor Muskelschäden.
- Durch die antioxidative Wirkung hilft MSM den Körper, oxidativen Stress und Zellschäden zu verringern.
- Studien zeigen positive Effekte bei Allergien und bei der Verbesserung des Hautbildes, inklusive Reduktion von Falten und Erhöhung der Elastizität.
- MSM gilt als mildes Schmerzmittel bei Schwellungen und Entzündungen, ohne starke Nebenwirkungen.
- Weitere potenzielle Wirkungen umfassen eine Stärkung des Immunsystems und eine Verbesserung der Nährstoffaufnahme durch erhöhte Zellmembran-Durchlässigkeit.
Die chemische Formel von MSM (Methylsulfonylmethan) ist
beziehungsweise als Strukturformel

MSM (Methylsulfonylmethan) kommt in sehr geringen Mengen in zahlreichen frischen und unverarbeiteten Lebensmitteln vor; die besten Quellen sind eiweißreiche Produkte, Gemüse, Nüsse und Kaffee.
Wichtige Lebensmittel und MSM-Gehalte
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Schwefelgehalte aus Lebensmitteln gelten als Richtwert für MSM, da die exakte MSM-Menge selten untersucht wird.
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Weitere Quellen: Milchprodukte, Nüsse, Kreuzblütler-Gemüse (Brokkoli, Grünkohl, Rosenkohl).
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In frischen, unbehandelten und ungekochten Lebensmitteln ist der MSM-Anteil am höchsten;
durch Erhitzen und Verarbeitung sinkt der Gehalt deutlich. - Die MSM-Menge ist sehr niedrig:
in Kuhmilch etwa 3,3 ppm,
in Kaffee 1,6 ppm,
in Tomaten 0,86 ppm,
im Tee 0,3 ppm und im
Bier 0,18 ppm. -
Die Tabelle zeigt den Schwefelgehalt in mg/100g
Haferflocken 199 Hühnerei 125–181 Brokkoli 124–140 Knoblauch 64 Zwiebeln 50–52 Schwefelhaltige Verbindungen kommen in einer Vielzahl von Lebensmitteln vor, sowohl in pflanzlichen als auch tierischen Quellen.
Bemerkung zur Aufnahmemenge
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Die mit Lebensmitteln aufgenommene MSM-Menge ist sehr gering und reicht für therapeutische Zwecke nicht aus; darum wird MSM zur Nahrungsergänzung meist synthetisch bereitgestellt.
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Der tägliche Schwefelbedarf beträgt etwa 13–25 mg pro kg Körpergewicht.
MSM ist zwar in vielen Lebensmitteln natürlich enthalten, wird jedoch in relevanten Mengen vor allem durch Supplementierung zugeführt.
Wichtige schwefelhaltige Lebensmittel:
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Allium-Gemüse: Knoblauch, Zwiebeln, Lauch, Schalotten, Frühlingszwiebeln enthalten schwefelhaltige Verbindungen wie Allicin und Allylsulfide, die gesundheitsfördernd wirken.
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Kreuzblütler-Gemüse: Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Blumenkohl, Kohl sind reich an Schwefelverbindungen (Glucosinolate)
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Hülsenfrüchte: Kichererbsen, Linsen, Kidneybohnen, Erbsen und Mungobohnen enthalten schwefelhaltige Aminosäuren und Verbindungen.
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Nüsse und Samen: Paranüsse, Pistazien, Mandeln, Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Sesam und Leinsamen sind ebenfalls schwefelreich.
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Eier und Milchprodukte: Eier enthalten schwefelhaltige Aminosäuren; Käsearten wie Parmesan ebenfalls.
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Fleisch und Meeresfrüchte: Rind- und Schweinefleisch, Kalbsleber, Huhn, Krabben, Hummer, Jakobsmuscheln enthalten hohe Schwefelmengen, aber auch hohe Mengen an Stoffen die uns nicht gut tun.
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Getreideprodukte: Vollkornprodukte wie Haferflocken, Weizenkeime, Vollkorn-Couscous liefern ebenfalls Schwefel.
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Anthocyane
Anthocyane sind eine große und vielfältige Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen, die zur Familie der Flavonoide gehören.
Sie sind bekannt für ihre intensiven Farben, die von rot über blau bis violett reichen, und sie spielen eine wichtige Rolle in der Pflanzenwelt,
insbesondere in der Anlockung von Bestäubern und der Abwehr von Schädlingen.
Hier sind einige interessante Punkte über Anthocyane:
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Farben und Struktur:
Anthocyane sind wasserlösliche Pigmente, die in vielen Früchten, Gemüse und Blumen vorkommen. Sie verleihen diesen Lebensmitteln ihre charakteristischen Farben. -
Gesundheitliche Vorteile:
Anthocyane haben antioxidative Eigenschaften, die helfen können, Zellschäden zu reduzieren und das Risiko für chronische Krankheiten zu senken. Sie sind auch mit einer verbesserten Herzgesundheit und einer besseren Gehirnfunktion verbunden. -
Untergruppen: Die Anthocyane lassen sich in zwei Hauptkategorien unterteilen:
- Anthocyanidine: Diese sind die aglykonen Formen, die keine Zuckerreste enthalten.
- Anthocyane (Glykoside): Diese enthalten Zuckerreste, die ihre Löslichkeit und Stabilität in Pflanzen erhöhen.
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Lebensmittelquellen:
Zu den reichhaltigsten Quellen von Anthocyanen gehören:
- Beeren (z.B. Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren)
- Rotkohl
- Kirschen
- Trauben
- Auberginen
Hier sind einige weitere natürliche Lebensmittelquellen für Anthocyane
Auberginen:
Diese enthalten Anthocyane in ihrer Schale, die ihnen die charakteristische lila Farbe verleiht.
Hibiskus:
Die Blüten werden oft für Tees verwendet und sind reich an Anthocyanen.
Schwarze Johannisbeeren:
Diese kleinen Beeren sind besonders reich an Anthocyanen und bieten viele gesundheitliche Vorteile.
Schwarze Weintrauben:
Sie enthalten nicht nur Anthocyane, sondern auch andere gesunde Antioxidantien.
Dunkle Kirschen:
Diese sind nicht nur lecker, sondern auch eine hervorragende Quelle für Anthocyane.
Rote Zwiebeln:
Sie enthalten Anthocyane, die für ihre Farbe verantwortlich sind und auch gesundheitliche Vorteile bieten.
Lila Mais:
Diese spezielle Maissorte ist reich an Anthocyanen und wird in verschiedenen Gerichten verwendet.
Schwarze Karotten:
Diese sind eine weniger bekannte, aber nährstoffreiche Quelle von Anthocyanen.
Hitzeempfindlichkeit
Anthocyane sind hitzeempfindlich, und beim Kochen können sie teilweise verloren gehen.
Hitzeempfindlichkeit
Anthocyane können ihre Farbe und einige ihrer gesundheitlichen Vorteile verlieren, wenn sie hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Das bedeutet, dass beim Kochen, Backen oder anderen Zubereitungsmethoden ein Teil der Anthocyane abgebaut werden kann.
Oxidation
Neben der Hitze können Anthocyane auch durch Sauerstoff oxidieren, was ihre Wirkung beeinträchtigen kann. Daher ist es oft besser, sie in ihrer rohen Form zu konsumieren, um die maximalen gesundheitlichen Vorteile zu erhalten.
Kochmethoden
Einige Studien zeigen, dass Anthocyane in bestimmten Lebensmitteln, wie z.B. Blaubeeren, beim Kochen relativ stabil bleiben, während andere Lebensmittel empfindlicher sind. Es wird empfohlen, sie mit etwas Fett zu kombinieren, um ihre Bioverfügbarkeit zu erhöhen, z.B. in einem Smoothie.
Empfehlung
Um die Vorteile von Anthocyanen zu maximieren, ist es ratsam, sie möglichst roh zu verzehren oder schonende Kochmethoden wie Dämpfen zu verwenden.
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Ernährung
Tipps vom Fachberater für Ernährung




