Wer über Leinsamen liest, stößt immer wieder auf warnende Zeigefinger von offizieller Seite: „Vorsicht, Blausäure!“ Man könnte fast meinen, Behörden wie das BFR hätten es darauf abgesehen, Menschen vor allen Lebensmitteln zu warnen, die einen besonderen präventiven Wert haben. Dabei ist die Angst vor Leinsamen als Bestandteil einer vitalen Ernährung nicht nur unbegründet, sie verstellt den Blick auf eines der wertvollsten Lebensmittel, die uns die Natur bietet. Es ist Zeit für einen Faktencheck und eine Würdigung der kleinen Saat.
Der Blausäure-Mythos: Leinsamen enthalten keine „fertige, freie“ Blausäure, sondern cyanogene Glykoside. Diese Zuckerverbindungen sind im Samen fest an Zuckermoleküle gebunden. Damit




Über Generationen bestimmte dieser Leitsatz, was auf den Tisch deutscher Familien kam und von ihnen gegessen wurde. 