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Lupinen

LUPINE

Warum Lupinen essen so gut ist. In Lupinen stecken Mineralsoffe wie z.B. Kalzium, Eisen, Magnesium, Kalium und Ballaststoffe und vor allem liefern sie hochwertige Proteine. Zusätzlich enthalten Lupinen auch Vitamine insbesondere die Vitamin A und B1. Die Hülsenfrüchte werden in Deutschland angebaut und sind eine gute Fleischalternative.

Lupinen sind eine gute Alternative zu tierischen Produkten

Lupinen werden verarbeitet zu Brotaufstrich, Eis, Kaffee, Mehl, fleischlosem Steak und sogar pflanzlichem Joghurt. Lupinen kennen viele Menschen vor allem als bunte Blumen. Aber aus Lupinensamen lassen sich pflanzliche Lebensmittel herstellen. Das funktioniert, weil es gelungen ist, sie anders zu züchten.
Lupinen gehören zu den Hülsenfrüchten, den sogenannten Leguminosen – genau wie Linsen, Kichererbsen, Bohnen, Sojabohnen, Erdnüsse –, und sind damit gute Eiweißlieferanten.

Sie liefern viele Ballaststoffe und sind reich an Mineralstoffen. Weil sie im Vergleich zu anderen Pflanzen reichlich Kalzium enthalten, wären Sie eine sehr gute Alternative zu Kuh-Milch, die ja, wenn man genau hinschaut zwar viel Kalzium enthält aber eben für den menschlichscn Körper nur schwer verwertbar ist. Wir sind halt keine Kälber. Das Kalzium in Kuhmilch ist dem Pflanzengrün zu verdanken, von denen sich die Kühe ernähren. Anstatt zu versuchen sich die Kalzium-Versorgung per Kuhmilch zu sichern, könnte man den Mineralstoff auch direkt aus den Pflanzen aufnehmen und das Tier als „Vermittler“ überspringen.
Pflanzliche Eiweiße sind vom Körper deutlich leichter zu verarbeiten als Eiweiße tierischer Herkunft. Durch den geringeren Energieaufwand bei der Umsetzung von Pflanzen-Eiweiß baut der Körper Energiereserven auf. Leider glauben viele Menschen fälschlicherweise, dass uns Pflanzenproteine nicht alle lebenswichtigen Aminosäuren bieten. Dabei stammen alle Nährstoffe, die wir über unsere Ernährung aufnehmen, ursprünglich aus dem Boden und aus den Pflanzen, die darauf wachsen!  Auch die Qualität pflanzlichen Proteins ist bei gesundheitlicher Gesamtbetrachtung besser einzuschätzen, wie tierisches Eiweiß. Pflanzenproteine werden besser verstoffwechselt und bilden im Gegensatz zu Fleisch, Fisch, Eiern und Milch keinen Stickstoffabfall in unserem Körper. Studien, die sich mit den gesundheitlichen Nachteilen (Eiweißspeicherkrankheiten) eines zu hohen Eiweißkonsums auseinandersetzen, zeigen, dass Probleme nur auf eine überhöhte Zufuhr an Tierprotein, jedoch nicht auf Pflanzenprotein zutrifft.

Lupinen enthalten kein Gluten und kein Cholesterin

Außerdem sind sie fettarm. Lupinen sind cholesterinfrei und enthalten kein Gluten. Somit sind sie auch für Menschen geeignet, die an Glutenunverträglichkeit, der sogenannten Zöliakie, leiden. Es ist nicht die Lupine aus dem Garten, die wir essen, die enthält nämlich zum Teil giftige Bitterstoffe. Zu Nahrungsmitteln verarbeitet werden vor allem die Samen der Blauen Süßlupine, denn diese enthalten die giftigen Alkaloide nicht. Aus den Lupinen kann man auch noch Mehl machen. Lupinenmehl gilt als gesund, weil es wenig Purin enthält. Purin ist zwar wichtig für den Aufbau neuer Zellen im Körper, aber nur in Maßen. Beim Abbau von Purin entsteht im Körper Harnsäure, und wenn der Körper davon zu viel produziert, steigt der Harnsäurespiegel im Blut. Das wiederum führt zu Ablagerungen in den Gelenken, was zu Gicht und Problemen wie Nierensteinen führen kann. Bohnen und Linsen enthalten im Vergleich mehr Purine. Das ist für einen gesunden Körper kein Problem und die Purinmenge ist auch bei Linsen und Bohnen grundsätzlich niedriger wie beim Fleischkonsum.

Alternative zu Fleisch

Eine pflanzliche Alternative zu tierischen Produkten können Lupinen deshalb sein, weil die Produktion tierischer Eiweiße das Fünffache an Ackerfläche benötigt. Für ein Kilo Fleisch werden rund acht Kilogramm pflanzliches Eiweiß verfüttert. Außerdem ist die in der Fleischproduktion verwendete Wassermenge un ein vielfaches höher. Bisher führen Lupinenprodukte als Eiweißlieferanten auf den Tellern fast noch eher ein Nischendasein. Im Bioladen findet man sie aber shcon sehr oft.
Im Anbau profitiert der Boden von den Lupinen. Die verzweigten Wurzeln der Pflanze lockern die Erde und zusammen mit Bakterien binden sie zudem Stickstoff, der dann den Feldfrüchten als Dünger zur Verfügung steht. Die Düngung erfolgt somit ganz natürlich. Als Zwischenfrüchte in der Landwirtschaft sorgen Lupinen für eine Auflockerung des Bodens und der Fruchtfolgen.

 

Was ist die andere, dunkle Seite der Lupine?

Lupinen enthalten - wie alle Hülsenfrüchte - Lektine. Das sind Proteinverbindungen, die die roten Blutkörperchen verklumpen lassen. Dann wird der Sauerstofftransport im Körper gestört. Allerdings werden durch Einweichen, Kochen und Weiterverarbeitung der Samen die Lektine verändert und zerstört - also essbar gemacht. "Wenn man die Lektine, also problematische Proteinverbindungen, wegnimmt, sind Lupinen eine hochwertige Eiweißquelle, so wie Bohnen und Linsen eben auch. Hirse z.B. muss auch vorgekocht werden.
Das Allergierisiko wird unterschiedlich bewertet und stellt aber so gut wie kein Problem dar.

Die Lupine hat – wie einige andere Hülsenfrüchte (Bohne und Linsen) auch – viele Vorteile. Die Food and Agriculture Organization der United Nations (FAO) betont, dass Hülsenfrüchte auch dazu beitragen können, Übergewicht, Diabetes, Herzerkrankungen und Krebs vorzubeugen. Dr. med. Michael Greger sagt Bohnen und Linsen zählen zu den besten und gesündesten Lebensmittel die es gibt. Zudem könnten sie ein Baustein nachhaltiger Landwirtschaft werden und dazu beitragen, die Biodiversität zu stärken.

Eiweißlieferant für Veganer

Lupinenprodukte sind eine hervorragende pflanzliche Alternative zu Fleisch.

 

 

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