Vitamine - Kurz und Knapp

BIOTIN
Biotin, auch als Vitamin B₇ oder Vitamin H bezeichnet, ist ein wasserlösliches Vitamin und absolut essenziell. Da unser Körper es nicht selber herstellen kann, sind wir auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen.
Es spielt als prosthetische Gruppe von Enzymen im Stoffwechsel eine bedeutende Rolle, ist aber auch im Zellkern wichtig für die epigenetische Regulation der Genfunktion.
Welche Lebensmittel enthalten Biotin?
Biotin findet sich in Haferflocken, Himbeeren, Weizenkeimen, Nüssen, Champignons und Sojabohnen,
aber auch Tomaten, Spinat, Kartoffeln und Getreide tragen zur Biotinversorgung bei.
Das H steht für Haut und Haare, für deren Gesunderhaltung eine ausreichende Biotin-Versorgung notwendig ist. Es gilt daher nach wie vor als ultimatives Schönheitsvitamin. Biotin kann aber noch viel mehr und ist als Vitamin der B-Gruppe an einer Vielzahl verschiedener Stoffwechselprozesse beteiligt. So wird es beispielsweise zum Abbau verschiedener Aminosäuren benötigt. Außerdem werden biotinabhängige Enzyme für die Gluconeogenese benötigt, im Zuge derer Glucose aus Nicht-Kohlenhydraten gewonnen wird, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten.
Das kann Biotin (= zugelassene Health Claims):
Biotin …
• … trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei
• … trägt zur Erhaltung normaler Haut bei
• … trägt zur Erhaltung normaler Schleimhäute bei
• … trägt zur Erhaltung normaler Haare bei
• … trägt zur normalen psychischen Funktion bei
• … trägt zu einem normalen Stoffwechsel von Makronährstoffen bei
• … trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei
Biotinreiche Lebensmittel:
• Sojabohnen
• Eigelb
• Haferflocken
• Linsen
• Leber (ist im Hinblick auf die Massentierhaltung nicht empfehlenswert)
Enthalten in: Cellagon aurum, Cellagon aurum Dunkle Sommerbeere, Cellagon vitale plus, Cellagon felice und Cellagon T.GO
Cobalamin Vitamin-B12
Vitamin B12 ist ein spezielles Vitamin, bzw. wie Vitamin B6 eine ganze Gruppe von Substanzen, deren Moleküle jeweils ein Kobaltatom enthalten. Damit machen sie B12 zum einzigen Vitamin, das einen Mineralstoff beinhaltet. B12, das auch als Cobalamin oder rotes Vitamin bezeichnet wird, war 1948 das letzte Vitamin, das entdeckt wurde. Eine weitere Besonderheit ist, dass es trotz seiner Wasserlöslichkeit in der Leber gespeichert wird. Der Vorrat dort würde ca. 10 Jahre reichen. Zu den Hauptaufgaben von Vitamin B12 zählt neben der Bildung roter Blutkörperchen der Aufbau der DNA, die unsere Erbinformationen trägt.
Thiamin Vitamin B1
Thiamin ist der chemische Name des ersten B-Vitamins. Bei der Umwandlung von Kohlenhydraten und Fett in Energie hat Thiamin als Coenzym eine wichtige Steuerfunktion. Für das Nervensystem, die Konzentration und den körperlichen Allgemeinzustand ist es unverzichtbar. Da es auch gegen Müdigkeit schützt, wird es gerne als Stimmungsvitamin bezeichnet.
Vitamin B1 hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile:
Energieproduktion
Spielt eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel, besonders beim Abbau von Kohlenhydraten.
Nervensystem
Unterstützt die normale Funktion des Nervensystems und trägt zur Gesundheit der Nerven bei.
Gesundheit des Herzens
Hilft, die Herzfunktion zu unterstützen und das Herz-Kreislauf-System gesund zu halten.
Verdauung
Fördert eine gesunde Verdauungsfunktion.
Mit diesen natürlichen Lebensmitteln nimmst Du Vitamin B1 auf:
Vollkornprodukte
Vollkornbrot
Haferflocken
Brauner Reis (unbedingt Vollkornreis - Weissen Reis sollte man gar nicht oder nur dann Essen wenn es sich nicht vermeiden lässt. Zum Beispiel in asiatischen Restaurants ;-)
Hülsenfrüchte
Erbsen
Bohnen
Linsen
Nüsse und Samen
Sonnenblumenkerne
Haselnüsse
Gemüse
Spargel
Spinat
Kartoffeln
Fleisch
Schweinefleisch
Rindfleisch
Fisch
Forelle
Thunfisch
Ja Vitamin B1 kommt auch in Fleisch und Fisch vor. Fleisch und Fisch liefern aber auch entzündungsfördernde Arachindonsäuren und krebsergende Heterozyklische Amine.
Riboflavin Vitamin-B2
„Riboflavin“ nennen Mediziner das zweite Vitamin der B-Gruppe. Zu Beginn der 30er Jahre wurde es erstmals in Milch entdeckt und isoliert. Überraschenderweise war es leuchtend gelb, daher auch sein Name, der „gelbes Enzym“ bedeutet. Wir können das hitzeunempfindliche Vitamin nicht selbst produzieren. Dennoch ist es in nahezu allen Körperzellen vorhanden und erfüllt viele Funktionen. Es ist u.a. am Stoffwechsel beteiligt und für die Bildung roter Blutkörperchen verantwortlich. Für die Zellatmung und das Wachstum spielt es ebenfalls eine wichtige Rolle. Daher stammt auch der umgangssprachliche Name „Wachstumsvitamin“.
Vitamin B2, ist wichtig für verschiedene Aspekte der Gesundheit.
Hier sind einige der Vorteile von Riboflavin:
- Riboflavin ist wichtig für die Zellfunktion, das Wachstum und die Entwicklung.
- Es trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
- Riboflavin unterstützt die normale Funktion des Nervensystems.
- Es hilft bei der Erhaltung normaler Sehkraft.
- Durch eine ausreichende Zufuhr von Vitamin B2 können krankhafte Veränderungen an den Schleimhäuten zurückgehen.
- Antioxidative Wirkung: Riboflavin wirkt als Antioxidans und schützt die Zellen vor Schäden durch freie Radikale.
- Hautgesundheit: Vitamin B2 kann zur Gesundheit der Haut beitragen und wird manchmal bei Hauterkrankungen eingesetzt.
- Eisenstoffwechsel: Riboflavin spielt eine Rolle im Eisenstoffwechsel und kann die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung verbessern.
- Hämoglobinproduktion: Es ist an der Bildung von Hämoglobin beteiligt, dem Protein in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff transportiert.
- Schilddrüsenfunktion: Riboflavin unterstützt die normale Funktion der Schilddrüse, die den Stoffwechsel reguliert.
Durch seine vielfältigen Wirkungen ist Riboflavin ein wichtiges Vitamin für die Gesundheit und Wohlbefinden und es spielt eine Schlüsselrolle in verschiedenen Stoffwechselprozessen im Körper, insbesondere in Bezug auf den Stoffwechsel, das Nervensystem und die Sehkraft.
Pyridoxin Vitamin-B6
Das Vitamin B6 besteht genaugenommen aus drei B-Vitaminen. Weil sie eng miteinander verbunden und bei ihrer Wirkung auf gegenseitige Unterstützung angewiesen sind, wurden sie zusammengefasst. Dabei handelt es sich um die unterschiedlichen chemischen Formen des Pyridoxins, nämlich Pyridoxol, Pyridoxal und Pyridoxamin. In unserem Körper ist das Vitamin vor allem in den Muskeln zu finden. Um seine Dienste für das Nerven- und Immunsystem, bei der Blutbildung und dem Muskelaufbau verrichten zu können, muss es vom Körper erst in das Coenzym Pyridoxalphosphat umgewandelt werden.
Vitamin B6, ist wichtig für verschiedene Aspekte der Gesundheit.
Hier sind einige der Vorteile von Pyridoxin:
- Stoffwechsel: Vitamin B6 ist wichtig für den Stoffwechsel von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten im Körper.
- Immunfunktion: Es unterstützt das Immunsystem und hilft bei der Bildung von Antikörpern.
- Nervensystem: Vitamin B6 ist wichtig für die Bildung von Neurotransmittern, die für die Kommunikation zwischen Nervenzellen erforderlich sind.
- Hämoglobinbildung: Es spielt eine Rolle bei der Bildung von Hämoglobin, dem Protein in den roten Blutkörperchen, das Sauerstoff transportiert.
- Hautgesundheit: Vitamin B6 kann zur Gesundheit der Haut beitragen und wird manchmal bei Hauterkrankungen eingesetzt.
- Stimmung: Ein Mangel an Vitamin B6 kann zu Stimmungsschwankungen und Depressionen führen, da es an der Bildung von Serotonin beteiligt ist, einem Neurotransmitter, der die Stimmung reguliert.
Vitamin B6 ist daher ein essentielles Vitamin mit einer Vielzahl von wichtigen Funktionen im Körper, von Stoffwechselprozessen bis zur Unterstützung von Immunfunktionen und Nervensystem. Es ist wichtig, eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen, um ausreichend Vitamin B6 aufzunehmen.

Vitamin-C
Wie bedeutsam Vitamin C für den menschlichen Körper ist, wurde im 18. Jahrhundert durch die Seefahrerkrankheit „Skorbut“ entdeckt. Zahnfäule, Hautblutungen, Niedergeschlagenheit und sogar Tod waren die Symptome einseitiger Ernährung. Seeleute, die Obst und Gemüse auf dem Speiseplan hatten, gesundeten oder wurden gar nicht erst krank. Die Aufgaben vom 1928 erstmals isolierten Vitamin C sind vielseitig. Da auch Zellschutz und die Abwehr freier Radikale dazu gehören, zählt es zu den Antioxidantien. Der menschliche Körper konnte Vitamin C einst selbst herstellen, eine Fähigkeit, die im Laufe der Evolution verloren ging.
Was kann Vitamin C
Stärkung des Immunsystems: Vitamin C fördert die Funktion von Immunzellen und trägt dazu bei, Erkältungen und Infektionen abzuwehren.
Antioxidative Wirkung: Es schützt die Zellen vor Schäden durch freie Radikale und kann somit das Risiko chronischer Krankheiten verringern.
Kollagenproduktion: Vitamin C ist wichtig für die Synthese von Kollagen, das für die Gesundheit von Haut, Gelenken und Blutgefäßen entscheidend ist.
Eisenaufnahme: Es verbessert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln, was wichtig für die Vermeidung von Anämie ist. Eisen ist auch wichtig um über das Blut eine gute Versorgung der Körperzellen mit Sauerstoff zu gewährleisten.
Wundheilung: Es spielt eine Rolle bei der Wundheilung und der Reparatur von Geweben.
Welche Lebensmittel enthalten viel Vitamin C?
Zitrusfrüchte:
Orangen
Grapefruits
Zitronen
Limetten
Beeren:
Erdbeeren
Himbeeren
Blaubeeren
Gemüse:
Paprika (besonders rote und gelbe)
Brokkoli
Rosenkohl
Spinat
Tropische Früchte:
Kiwi
Ananas
Mango
Weitere Quellen:
Tomaten
Kartoffeln
Papaya
Sauerkraut

Vitamin-E
Vitamin E gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Dahinter verbirgt sich ein Sammelbegriff für verschiedene Tocopherol- und Tocotrienol-Derivate, welche im Organismus in den Zellmembranen lokalisiert sind. Hier schützt Vitamin E mit Hilfe von Vitamin C die mehrfach ungesättigten Fettsäuren vor freien Radikalen. Damit ist Vitamin E ein wichtiges Antioxidans. Tocopherol ist nicht nur das allgemeine Synonym für Vitamin E, sondern bedeutet frei übersetzt „Geburt bringend“.
Vitamin E hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile:
Antioxidative Wirkung
Schützt die Zellen vor Schäden durch freie Radikale.
Immunsystem
Stärkt das Immunsystem
und unterstützt die Abwehrkräfte.
Hautgesundheit
Fördert eine gesunde Haut und kann bei der Wundheilung helfen.
Besonders wirksam sind dabei die Tocotrienole. Sie schützen die Haut vor
UV-Strahlung und vor Luftverschmutzung.
Augenschutz
Kann das Risiko von altersbedingten Augenkrankheiten verringern.
Herz-Kreislauf-Gesundheit
Unterstützt die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems.
Vitamin E ist in vielen verschiedenen Lebensmitteln enthalten.
Hier sind einige der besten Quellen:
Nüsse und Samen
Mandeln
Haselnüsse
Sonnenblumenkerne
Öle
Weizenkeimöl
Sonnenblumenöl
Olivenöl
Grünes Blattgemüse
Spinat
Brokkoli
Grünkohl
Obst
Avocado
Kiwi
Mangos
Vollkornprodukte
Haferflocken
Vollkornbrot
Vitamin-K
Vitamin K gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Genau wie A, D und E.
Vitamin K spielt eine zentrale Rolle in vielen Aspekten der menschlichen Gesundheit, insbesondere bei der Blutgerinnung, der Knochen- und Herz-Kreislauf-Gesundheit.
Wichtigste Funktionen:
Gerinnungsfaktoren: Vitamin K sorgt dafür, dass wenn wir uns in den Finger geschnitten haben, dass die Wunde aufhört zu bluten.
Knochengesundheit: Es hilft, Calcium in den Knochen zu binden und somit deren Dichte und Stärke zu erhöhen.
Blutgefäße: Vitamin K unterstützt die Elastizität der Blutgefäße und ist ein Gegenspieler von Gefäßverengungen.
Allgemeine Wirkungen: Eine höhere Aufnahme von Vitamin K2 ist mit einer niedrigeren Rate von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einem niedrigeren Blutdruck und einem reduzierten Risiko für koronare Herzkrankheiten verbunden. Vitamin K wirkt auch als Antioxidans. Antioxidantien sind extrem wichtig um Zellen zu schützen und den Alterungsprozeß zu verlangsamen.
Jüngste Studien weisen darauf hin, dass Vitamin K2 den Glukosestoffwechsel positiv beeinflusst und so das Risiko einer Typ-2-Diabetes reduziert. Vitamin K2 verbessert die Insulinsensitivität. Andere Studien zeigen, dass Vitamin K eine modulierende Wirkung auf ein gesundes Darmmikrobiom hat, was durch dabei entstehende Stoffe wiederum Auswirkungen auf unsere Langlebigkeit haben könnte.
Die empfohlene tägliche Zufuhr von Vitamin K variiert je nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand un dman bekommt viel unterschiedliche Mengen genannt.
Aber wie immer ist eine tägliche, ausgewogene, pflanzlische Bioernährung die Beste.
Natürliche Quellen für beide Formen von Vitamin K:
Vitamin K kommt in zwei Hauptformen vor:
Vitamin K1 (Phyllochinon) und
Vitamin K2 (Menachinon).
Vitamin K1 findet sich hauptsächlich in grünen Blattgemüsen, während Vitamin K2 in fermentierten Lebensmitteln vorkommt.
Vitamin K1: Grünes Blattgemüse und Salate: Grünkohl, Mangold, Spinat, Brokkoli, Rosenkohl und Salat (etwa Feldsalat, Endivien und Kresse). Auch (Wild-) Kräuter wie Löwenzahn, Petersilie, Basilikum und Dill. Und auch pflanzliche Öle wie Sojaöl und Rapsöl sind reich an Vitamin K1.
Vitamin K2: Natto (ein japanisches fermentiertes Sojabohnengericht) ist eine besonders reiche Quelle für Vitamin K2. Auch Sauerkraut und Nüsse enthalten etwas K2.
wird fortgesetzt.....
Begriffserklärungen:
Als prosthetische Gruppe bezeichnet man die an ein Protein fest (meist kovalent) gebundene Nicht-Eiweiß-Komponente mit katalytischer Wirkung. Als Kofaktor ist die prosthetische Gruppe für die Funktion des Enzyms unerlässlich. Ein Protein, das im Besitz einer prosthetischen Gruppe ist, bezeichnet man als Holoprotein.
